Gil Family Estates

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Über das Weingut:

Der Spanier Juan Gil Giménez gründete im Jahr 1916 im Ort Jumilla die Bodega Juan Gil. In kürzester Zeit baute er sich einen guten Ruf innerhalb der Region auf und die Bodega begann schnell zu wachsen. Unter Juans Sohn Juan Gil Guerrero und Enkelsohn Juan Gil González wuchs die Bodega stets weiter. Die beiden legten über die Jahrzehnte den Grundstein für eines der renommiertesten Weinhäuser in der D.O. Jumilla. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellte sich das Familienweingut neuen Herausforderungen. So gliederte die Familie neben der Bodega Juan Gil (D.O. Jumilla) mehrere kleine Weingüter aus unterschiedlichen Regionen an: Cellers Can Blau (D.O. Montsant), Bodega Ateca (D.O. Calatayud), Bodegas Atalaya (D.O. Almansa), Bodegas Shaya (D.O. Rueda), Bodegas Tridente (Vino de la Tierra de Castilla y León), Lagar de Condesa (D.O. Rias Baixas), Bodegas Morca (D.O. Campo de Borja) und die Bodegas Rosario Vera (D.O.C. Rioja). Es wurde eine übergeordnete Gesellschaft namens Gil Family Estates gegründet, unter deren Dach sich all die Weinbaubetriebe wieder finden. Diese Dachgesellschaft ist weiterhin in Familienhand. Bei der Auswahl der Weingüter wurde vor allem darauf geachtet, dass diese ihre Leidenschaft für die Rebsorten der Region mit einem ehrlichen Handwerk verbinden. So entstehen authentische Weine in Betrieben mit einem Hang zu kleinen, aber feinen Produktionen, die ihre Herkunft optimal widerspiegeln. Dadurch wuchs der Familienbetrieb rasant an und umfasst heutzutage eine Rebfläche von etwa 350 Hektar. Heute wird die Gil Family Estates in vierter Generation von Miguel und Ángel Gil Vera geführt. Der Hauptsitz befindet sich auf einer neu errichteten Finca am Rande des Término de Arriba im Gemeindebezirk Jumilla, einem viele Jahrhunderte alten Ort mit einer ausgeprägten Weinbautradition.

Region:

Die Bodega Juan Gil liegt in der Region Murcia, im südlichsten Teil der Levante. Diese gehört zur Weinanbauregion Jumilla, welche seit dem Jahr 1966 die Bezeichnung Denominación de Origen (D.O.) besitzt. Dabei verlangt die Region mit ihren großen klimatischen Veränderungen einiges von ihren Winzern ab. Das Klima ist kontinental. Die Sommer sind stets sehr heiß, lang und durch eine intensive Sonneneinstrahlung geprägt. Die Winter hingegen sehr kalt. Zwischen dem Tag und der Nacht schwanken die Temperaturen gerne mal um bis zu 25° Celsius. Durch sehr geringe Niederschlagsmengen sind die Böden in der Regel trocken und steinig. Aber all diese Faktoren bilden die Grundlage für den einzigartigen Charakter der Jumilla-Weine. So wundert es nicht, dass sowohl in der Region als auch in der Bodega Juan Gil hauptsächlich die sehr robuste Rebsorte Monastrell angepflanzt wird.

Lagen und Geologie:

Die Monastrell-Rebstöcke der Bodega Juan Gil wachsen auf sandigen Kalksteinböden in einer Höhe von 700 bis 850 Metern. In Montsant hingegen findet sich ein sehr heterogener Untergrund aus Lehm, Kalk und Schiefer und im Weinanbaugebiet Rueda gedeihen die Reben in einer Höhe zwischen 600 und 800 Meter auf kieshaltigen Böden, die mineralische Töne mit in die Weißweine bringen. Jedes einzelne Weingut der Gil Family Estates hat es geschafft über die Jahrzehnte sich einem völlig individuellen Terroir anzupassen. Aber nur im Einklang mit der Natur und deren Gegebenheiten können authentische Weine entstehen, die die jeweilige Region optimal im Glas abbilden und somit die Vielfalt der spanischen Weinwelt bezeugen.

Rebsorten:

Die unterschiedlichen Weingüter, die sich unter dem Dach Juan Gils befinden, verkörpern mit ihren Weinen die authentischen Rebsorten der jeweiligen Region. So baut die Bodega Juan Gil (D.O. Jumilla) vor allem Monastrell an. Aber es gibt auch noch kleinere Bestände an Syrah, Cabernet Sauvignon, Merlot und Petit Verdot. In den Cellers Can Blau (D.O. Montsant) finden sich Cariñena, Syrah und Garnacha. Die Bodega Ateca (D.O. Calatayud) und die Bodegas Morca (D.O. Campo de Borja) setzen vor allem auf Garnacha und die Bodegas Atalaya (D.O. Almansa) neben Garnacha noch auf Monastrell. Die Bodegas Tridente (Vino de la Tierra de Castilla y León) und die Bodegas Rosario Vera (D.O.C. Rioja) bauen Tempranillo-Reben an. Die Bodegas Shaya (D.O. Rueda) ist für ihre weißen Weine aus der Rebsorte Verdejo bekannt, während die Weißweine von Lagar de Condesa (D.O. Rias Baixas) aus Albariño hergestellt werden. 

Im Weinberg:

Auf Grund des kontinentalen Klimas hat sich die robuste Rebsorte Monastrell als Ideal für die Region herausgestellt. Zum Beispiel treiben die Monastrell-Reben spät aus und entgehen damit den eventuellen Frühjahrsfrösten. Der Blütezeitpunkt liegt ebenfalls spät im Jahr, was ein Vorteil in heißen Anbaugebieten ist. Für einen besseren Sonnenschutz werden die Reben in Buschform erzogen. Bei dieser Erziehungsmethode ist zwar das Wachstum der Rebe etwas komplizierter zu kontrollieren und auch die Lese später im Jahr wird erschwert. Aber man verzichtet auf Anbinden und Entblättern der Rebstöcke, denn bei den heißen Tagen im Sommer der Region möchte man die Arbeit in den Weinbergen möglichst reduzieren. Die Lese findet ebenfalls später im Jahr statt, wenn die Tage wieder etwas kühler werden und die Schweiß treibende Arbeit in den Weinbergen etwas angenehmer werden lässt.

Im Keller:

Für alle Betriebe des Gil Family Estates gilt, dass die Grundlagen aus alten Rebstöcken, handwerklichem Fleiß und Jahrhunderte alte Erfahrungswerte mit modernsten Weinbereitungsverfahren kombiniert werden. Die Kellertechnik befindet sich auf dem neusten Stand der Technik. Die Weine werden am Hauptsitz ausgebaut, der sich im Gemeindebezirk Jumilla, auf einer neu errichteten Finca am Rande des Término de Arriba befindet. Dort werden vor allem hochklassige Rotweine erzeugt von ganz besonderer Qualität und Aromatik. Nach dem Keltern werden die Weine im Weinkeller in Edelstahltanks ausgebaut. Einige Spitzenweine werden im Barriqueausbau veredelt.

Steckbrief:

Inhaber: Miguel und Ángel Gil Vera
Region: Jumilla
Ort: Jumilla
Rebfläche: 350 Hektar
Rebsorten: Albarino, Verdejo, Carinena, Garnacha, Monastrell, Syrah, Tempranillo

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