Roséweine

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Im Prinzip gibt es drei Methoden zur Erzeugung von Roséweinen. Bei der direkten Pressung werden die dunklen Trauben wie bei der Weißweinbereitung gemahlen und gepresst. Dadurch wird ein wenig Farbe herausgelöst, es ist jedoch darauf zu achten, dass nicht zu viele Tannine extrahiert wird. Auf diese Weise gewonnene Rosés zeigen eine auffallend zarte Tönung. Eine weitere Methode ist die kurze Mazeration: Dunkle Trauben werden gemahlen und bleiben eine Zeit lang eingemaischt, damit sie Aromen und Farbe abgeben. Die Dauer der Mazeration hängt davon ab, wie viel Farbe und Tannin der Kellermeister aus den Traubenschalen extrahieren möchte. Diese Maischung kann bis zum Beginn der Gärung dauern oder auch früher enden. Der Vorlaufsaft wird dann abgezogen und wie Weißwein kühl vergoren. Die dritte Methode ist das Verschneiden. Eine kleine Menge Rotwein wird einem Weißwein beigegeben. Mit Ausnahme von Rosé-Champagner ist dieses Verfahren in der EU nicht erlaubt. Doch einige fruchtige, preisgünstige Rosés aus Übersee werden auf diese Weise erzeugt.

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