Guigal

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Guigal

Über das Weingut:

Das Weingut Guigal wurde 1946 von Etienne Guigal in Ampuis gegründet, einem kleinen alten Dorf an der Rhône, welches zwischen den Gemeinden Condrieu und Vienne liegt. Seit der Eroberung durch die Römer vor zirka 2400 Jahren wird dort intensiv Weinbau betrieben. Die Appellation Côtie-Rôtie, deren Hauptgemeinde Ampuis ist, gilt als ältestes Weinanbaugebiet der nördlichen Rhône. Heute wird mit großem Erfolg das Weingut von Marcel Guigal, dem Sohn Etiennes, und dessen Sohn Philippe Guigal geführt. Erstgenannter ist einer der Hauptgründe dafür, dass in den letzten Jahrzehnten die Weine von der Rhône aus den großen Schatten des Bordeaux und des Burgunds heraustreten konnten. Selbst die größten Weinkritiker, rund um den Weinpapst Robert Parker kommen ins Schwärmen und vergeben Höchstpunktzahl, wenn es um erstklassige Weine des Hauses Guigal geht.

Region:

Etwa im Jahr 400 v. Chr. soll der griechische Stamm der Phoker die ersten Rebstöcke aus Kleinasien an die Rhône gebracht haben. Die Römer kultivierten ebenso im Südosten Frankreichs ihre Weine wie später dann die Mönche für die katholische Kirche. Mit Napoleon kam die Enteignung der Kirche. Viele Flächen wurden an kleine Bauern übergeben. Das Weinanbaugebiet der Rhône gilt somit als die älteste Weinregion Frankreichs. Dieses erstreckt sich auf ca. 200 km zwischen Vienne und Avignon. Dabei bahnt sich der Fluss seine Bahn zwischen dem Zentralmassiv im Westen und den Ausläufern der Alpen im Osten. Während im südlichen Rhônetal das mediterrane Klima vorherrscht, mischt sich im Norden der mediterrane Einfluss mit dem Kontinentalklima. Einen entscheidenden Einfluss besitzt der Mistral, der kühle und trockene Nordwind. Warme Südwinde sind seltener und bringen dann zumeist Regen. Die Sommer sind warm und trocken. Aufgrund der großen Nord-Süd-Ausdehnung des Gebietes ist das Klima allerdings nicht homogen. Somit spielen die unterschiedlichen Mikroklimata eine große Rolle.

Lagen und Geologie:

Im Süden von Lyon, in Ampuis, im Herzen der Appellation Côte-Rôtie begann die Geschichte der Domaine Guigal. Auf diesem steilen, von der Rhône geformten Land, das seit der Antike in Terrassen angebaut wird, setzte Etienne Guigal seine ersten Rebstöcke. Mit den Jahren erwarb das Weingut nach und nach auch weitere Weinberge in den nördlichen Rhône-Appellationen Condrieu, Hermitage, Saint-Joseph und Crozes-Hermitage. Dort finden sich meist Böden mit Granitunterlagen aus vulkanischem Ursprung aus dem Zentralmassiv. Dieser Boden sorgt für eine gute Drainage. Die Reblagen sind in der Regel in den Steilhängen der Region zu finden, die weniger durch Nebel und Frost gefährdet sind. An vielen Stellen sind die Weinberge terrassiert. Anfang des 21. Jahrhunderts gelang dann der Sprung in den Süden. Die südlichen Rhône-Appellationen von Châteauneuf-du-Pape, Gigondas, Tavel und Côtes-du-Rhône kamen ebenfalls hinzu. Dort ist das Tal deutlich breiter. Die Unterböden sind aus Kalkstein, Sand und Lehm. Im Mutterboden haben die Gletscher Steine hinterlassen. Diese Steine unterstützen die Drainage und speichern die Wärme. So entstehen im Weingut mittlerweile wunderschöne Weine aus den besten Lagen der gesamten Rhône-Gegend.

Rebsorten:

Innerhalb der Weinbauregion Rhône sind 21 Rebsorten (13 rote und 8 weiße) zugelassen. Dabei ist der Syrah die einzige rote Rebsorte die an der nördlichen Rhône zugelassen ist und ist somit von zentraler Bedeutung. Im Süden kommen noch die weiteren roten Sorten Carignan, Cinsault, Grenache und Mourvèdre hinzu. Zudem werden in der Domaine noch die weißen Rebsorten Bourboulenc, Clairette, Grenache blanc, Marsanne, Roussanne und Viognier angebaut.

Im Weinberg:

Die Erhaltung der Weinberge und der Respekt vor diesem nährstoffreichen Land stehen im Mittelpunkt der Anforderungen der Domaine Guigal. Die Gestaltung der Terrassen, die Beschneidung und Pflege der Reben sind dabei ein zentraler Bestandteil der Aufmerksamkeit. Ziel ist ein Weinbau, der auf die Natur hört, möglichst ohne Einsatz chemischer und künstlicher Stoffe.

Im Keller:

Der historische Keller des Hauses Guigal in Ampuis besitzt eine Größe von etwa drei Hektar. Die Vinifikation und die Lagerung der Weine aus den nördlichen Rhône-Appellationen Côte-Rôtie, Condrieu, Hermitage, Saint-Joseph und Crozes-Hermitage finden dort statt. Ebenfalls werden die renommierten Weine der südlichen Rhône-Appellationen von Châteauneuf-du-Pape, Gigondas, Tavel und Côtes-du-Rhône in den Kellern in Ampuis gelagert. Dort ruhen die Weine bis zu dreieinhalb Jahre in völliger Dunkelheit in Fässern aus Eichenholz. Nur diese Fässer garantieren einen subtilen Luftaustausch, während der langen Ruhephase. So erhalten die Weine Stabilität und veredeln die Weine des Hauses. Diese Eichenholzfässer sind so wichtig, dass die Domaine Guigal eine eigene Küferei besitzt. Etwa 800 Stück werden hergestellt, um den jährlichen Bedarf des Guts zu decken.

Steckbrief:

Inhaber: Marcel & Philippe Guigal
Kellermeister: Philippe Guigal
Region: Rhône
Ort: Ampuis
Rebfläche: 60 Hektar
Rebsorten: Bourboulenc, Clairette, Grenache blanc, Marsanne, Roussanne, Viognier, Carignan, Cinsault, Grenache, Mourvèdre, Syrah,

Unter folgenden Link erfahren Sie mehr über das Weingut E. Guigal.

In einem kleinen Dorf an der Rhône zwischen den Orten Condrieu und Vienne gründete Etienne Guigal im Jahr 1946 das Weingut Guigal. Das Dorf heißt Ampuis und ist die Hauptgemeinde der Appellation Côtie-Rôtie. Dieses gilt als ältestes Weinanbaugebiet der nördlichen Rhône, in dem bereits die Römer vor zirka 2400 Jahren ihre Weine kultivierten. Das Weingut Guigal besitzt Weinberge in den Rhône-Appellationen Côte-Rôtie, Condrieu, Hermitage, Saint-Joseph und Crozes-Hermitage. Jedoch werden alle Weine aus diesen Lagen in den Kellern von Ampuis ausgebaut. Heute leitet Etienne Guigals Sohn Marcel gemeinsam mit dessen Sohn Philippe das Weingut.

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