Vetter, Stefan

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Über das Weingut:

Stefan Vetter gehört sicherlich zu den außergewöhnlichsten Winzern Frankens. Der Individualist hat sich vollkommen dem Naturwein verschrieben. Das Winzerhandwerk hat er bei Altmeister John Nittnaus im Burgenland gelernt. Ohne den Rückhalt durch einen elterlichen Betrieb in der Biografie, pachtete er im Jahr 2010 seine erste Parzelle im Weingarten des Casteller Kirchberg. Sein Ansatz war damals schon dem Wein durch eine minimalistische Arbeitsweise Aromen zu entlocken, die das feine Terroir seiner Weinberge widerspiegeln. So sollen ursprüngliche und authentische Weine entstehen. 2012 zog er dann nach Gambach. Der kleine Ort liegt nördlich von Würzburg. Seine urige Terrassenlagen am Main gepaart mit den alten Rebanlagen machen ihn so besonders. Heute besitzt das Weingut eine Größe von etwa fünf Hektar.

Region:

Das Weinanbaugebiet Franken ist ein mittelgroßes Anbaugebiet Deutschlands und erstreckt sich über ca. 6.000 Hektar Rebflächen entlang des Mains von Bamberg bis Aschaffenburg vorwiegend auf geschützten Lagen sowie an den Hängen des Steigerwaldes. Die Landkreise Kitzingen, Würzburg und Schweinfurt besitzen jedoch die größte Bedeutung im Weinanbaugebiet. Der Untergrund ist geprägt von Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Infolge der Bodenbeschaffenheit entstehen sehr mineralstoffhaltige Weine mit würzigem Geschmack. Klimatisch liegt die Region im Übergang zwischen Seeklima und Kontinentalklima. In Franken werden hauptsächlich Weißweine kultiviert. Die Leitsorte der Region ist der Silvaner. Darauf folgen Müller-Thurgau, Bacchus und dann erst der Riesling. Der Rotweinanteil liegt bei knapp 20 Prozent; Tendenz steigend durch den Klimawandel. Die Rebsorten Domina und Spätburgunder besitzen dabei die größte Bedeutung. Die Flaschenform des Bocksbeutels ist ein typisches Kennzeichen für die Frankenweine.

Lagen und Geologie:

Die alte Terrassenanlage des Gambacher Kalbenstein (GK) liegt mitten in einem Naturschutzgebiet und wird ausschließlich händisch bewirtschaftet. Der Untergrund besteht aus Buntsandstein und Muschelkalk. Der GK ist ein ökologisches Kleinod, wo man noch seltene Schmetterlingsarten, Feuersalamander und den äußerst seltenen Eisvogel entdecken kann. Eine weitere Seltenheit ist, dass der Weinberg zum größten Teil ehrenamtlich betrieben wird. Die meisten Winzer im Haupterwerb scheuen die unrentable, händische Arbeit in den steilen Terrassenlagen, die seit über 700 Jahren urkundlich dem Weinbau dienen. Vetters erster eigener Weinberg, das waren kleine Parzellen im Casteller Kirchberg (CK). Die alten Sylvaner-Reben dort bewirtschaften und vinifizieren zu dürfen, waren ein großes Glück für den Winzer.

Rebsorten:

Der Sylvaner steht im Mittelpunkt. Stefan Vetter will diese Rebsorte neu entdecken und zeigen, welche Aromen man ihr bei minimalem Einschreiten im Keller entlocken kann. Zudem findet man im Weingut noch Müller-Thurgau, Riesling und Spätburgunder. Des Weiteren finden sich in den Weinbergen Vetters noch Apfel-, und Birnenbäume, sowie Quittensträucher. Deren Früchte verwendet Stefan für seine schäumenden Cidres.

Im Weinberg:

Im Klimawandel spielt das Ringen um einen lebendigen Boden mit Wasser regulierender Vegetation eine entscheidende Rolle. So werden in den Weinbergen Brachen offen gelassen, in denen Quitte und Weinbergspfirsich, Sträucher und Hecken, Wildkräuter und Orchideen wachsen. Diese bilden einen Rückzugsort für Insekten, Tiere und endemische Pflanzen. Dadurch wird ein natürliches, vielseitiges und resistentes Umfeld in den Weinbergen erhalten. Die Weinberge werden nicht bewässert, alte Rebanlagen sind im Vorteil. Zudem bedeutet das Hacke und Motorsense statt Herbizid, aufwendige Handarbeit statt Traktor, Handlese statt Vollernter. Die vielen kleinen Parzellen erfordern unterschiedliche Zeitabläufe bei der Bearbeitung. Sie werden separat gelesen und ausgebaut. Es bleibt immer wieder verblüffend wie stark sich das Mikroterroir der einzelnen Kleinstlagen unterscheidet.

Im Keller:

Die Trauben werden schonend gepresst. Dafür verwendet der Winzer klassische Korb- und Spindelpressen. Anschließend werden die Traubensäfte spontan vergoren. Laut Stefan Vetter spielt im Keller der Moment des „Weglassens“ die entscheidende Rolle. Das heißt so wenig Eingreifen wie möglich in die Vinifikation des Weines durch den Winzer. Keine zusätzliche Behandlung und keine Verwendung von Schönungsmittel. Nach der Reifung und Lagerung in Holzfässern werden alle Weine unfiltriert abgefüllt.

Steckbrief:

Inhaber Stefan Vetter
Kellermeister: Stefan Vetter
Region: Franken
Ort: Gambach
Rebfläche: 5 Hektar
Rebsorten: Müller-Thurgau, Riesling, Sylvaner, Spätburgunder
Lagen: Kirchberg (Castell), Kalbenstein (Gambach)
 

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