Molitor, Markus

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Molitor, Markus

Über das Weingut:

Im Jahr 1984 übernahm Markus Molitor im jungen Alter von gerade einmal 20 Jahren das väterliche Weingut. Das damals bereits formulierte Ziel war ebenso klar wie ehrgeizig: In der Tradition von acht Generationen sollen unter dem Namen "Molitor" Mosel-Rieslinge entstehen, wie sie die Region vor 100 Jahren zu Weltruhm führten: lagentypisch, unverwechselbar und extrem lagerfähig. Der Sitz des Weinguts liegt inmitten des Wehlener Klosterbergs. Die Weinberge des Hauses Molitor finden sich in der gesamten Mosel-Region. So besitzt das Gut 24 verschiedene Lagen von Brauneberg bis Traben-Trarbach und seit 2001 auch an der Saar. Markus Molitor interessieren dabei ausschließlich Steillagen. Durch die weite regionale Verbreitung und die damit einhergehende Vielfalt der Schieferböden und Mikroklimata der Weinberge repräsentieren die Weine des Hauses sämtliche Spielarten des Moselweines. Der Vielfalt des Terroirs in den Weinen einen Ausdruck zu verleihen, ist ein Anliegen des Winzers.

Region:

Das Weinanbaugebiet der Mosel umfasst eine Rebfläche von fast 9.000 Hektar im Tal der Mosel und an den beiden Nebenflüssen Saar und Ruwer. Die gesamten Rebflächen erstrecken sich entlang der Mosel von Perl an der deutsch-französischen Grenze im Saarland bis hin nach Koblenz sowie an den Unterläufen der Flüsse Saar, Ruwer, Sauer und Lieser. Der Großteil der Weinberge liegt im Gebiet Rheinland-Pfalz. Die Region stellt das größte Steillagenweinanbaugebiet der Welt. Das Anbaugebiet gliedert sich in sechs Bereichen mit 20 Großlagen und 418 Einzellagen und wird geprägt vor allem durch die Mosel-typischen Schieferböden. Mit knapp über 60 Prozent ist der Riesling die primär angebaute Sorte der Region. Weine aus der Region galten bereits im 19. Jahrhundert zu den Teuersten und Besten weltweit.

Lagen und Geologie:

Noch vor 100 Jahren gehörten die Rieslinge aus den Spitzenlagen von Mosel und Saar zu den teuersten Weinen des Planeten, sogar teurer als Weine aus Bordeaux oder dem Burgund. Die Weinkarten von damals führenden Restaurants in aller Welt dokumentieren dies sehr anschaulich. Die älteste amtliche Lagenklassifikation der Region beruht auf den Ergebnissen einer von 1816 bis 1832 erfolgten Bewertung der Weinlagen an Mosel, Saar und Ruwer. Im Jahr 1868 wurde diese Bewertung von den preußischen Steuerbehörden veröffentlicht. Die Weine des Hauses Molitor werden heutzutage ausschließlich in den als besonders wertvoll eingestuften Lagen bewirtschaftet: Badstube, Doctor, Lay (alle Bernkastel), Juffer, Juffer-Sonnenuhr, Mandelgraben, Klostergarten, (alle Brauneberg), Prälat, Treppchen (alle Erden), Domprobst, Himmelreich (alle Graach), Hubertuslay, Rosenberg (alle Kinheim), Bockstein (Ockfen), Rausch (Saarburg), Schlossberg (Trarbach), Kräuterhaus, Würzgarten (alle Traben), Würzgarten (Ürzig), Klosterberg, Sonnenuhr (alle Wehlen), Himmelreich, Schlossberg, Sonnenuhr (alle Zeltingen). Dabei wurzelt im Schiefer im wahrsten Sinn des Wortes die Grundlage für alle Weine von Molitor. Ob Rot-, Grau-, Blau- oder Buntschiefer. Dieser Untergrund in seiner vielfältigen Ausprägung prägt jeden einzelnen Weinberg.

Rebsorten:

Die Rebfläche ist überwiegend mit Riesling bestockt, der prägenden Rebsorte der Region. Den Rest der Rebfläche besetzen der Weissburgunder und der Spätburgunder. Da das deutsche Weingesetz einen Riesling ausschließlich anhand von analytischen Daten zu Restzuckergehalt und Gesamtsäure in die Geschmackskategorie „trocken“ einordnet, hat Markus Molitor sein eigenes „System der bunten Kapseln“ entwickelt. Denn Ziel ist es den harmonischen Geschmack und die Balance des Weins in den Mittelpunkt zu stellen. Absolute, analytische Daten und Zahlen werden hingegen den einzelnen Komponenten im Wein nicht gerecht. So kann beispielsweise ein etwas höherer Restzuckergehalt einem Jahrgang mit hoher Säure gut tun, ohne dass er dann geschmacklich nicht als trockener Wein empfunden wird. So findet man auf den Kapseln von Molitor-Weinen vergeblich die Angabe „trocken“. Jedoch gibt die Farbe der Kapsel, mit der der Riesling verschlossen ist, Auskunft über die jeweilige Geschmacksrichtung. Die weißen Kapseln stehen für klassisch vergorene Weine. Die feinherben Rieslinge verfügen über eine grüne Kapsel und die goldene Kapsel ist für frucht- und edelsüße Rieslinge.

Im Weinberg:

Die Arbeit in den Steillagen der Mosel ist Schweiß treibend. Vor allem wenn alle Arbeiten im Weinberg in präziser Handarbeit erledigt werden müssen. Ob Ertragsreduktion, Entblättern oder Grünlese. Im Herbst kommt dann mit der Ernte die arbeitsintensivste Periode im Jahr. Diese ist ausschlaggebend für die Qualität dessen, was später in der Flasche ist. Das setzt strenge Selektion, präzise Handarbeit und die bewusste Begutachtung jeder einzelnen Beere voraus. Nur physiologisch Reife Trauben kommen mit in den Keller. Kein Wunder also, dass bei der Ernte die Trauben von erfahrenen Teams ausschließlich von Hand gelesen werden. Wenn es sein muss auch in mehreren Durchgängen. Im Keller wird ein weiteres Mal sortiert. Immer unter den wachsamen Blicken von Markus Molitor. Denn nur die sorgfältige Trennung aller Reifestufen und die Nachselektion von Einzelbeeren lässt die höchsten Qualitäten entstehen.

Im Keller:

Der Ausbau der Weine erfolgt zunächst im Edelstahltank. Die großen Lagenweine gären danach noch in großen (1000, 2000, 3000 Liter) Holzfässern aus hochwertiger, luftgetrockneter Eiche. Die Weine werden spontan vergoren – ohne Zugabe von Schönungsmitteln, Enzyme oder Reinzuchthefen. Der alte, in Schiefergestein gehauene Gewölbekeller bietet dafür ein optimales, dauerhaft kühles Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Hier werden die Weine in aller Ruhe extrem langsam und ganz natürlich vergoren. Anschließend liegen die Weine monatelang auf der Feinhefe und erhalten dadurch Schmelz und Fülle. Gut Ding braucht eben Weile. Aber nur entsteht diese unverwechselbare Balance, Extrakt-Dichte und Struktur.

Steckbrief:

Inhaber: Markus Molitor
Kellermeister: Markus Molitor
Region: Mosel
Ort: Bernkastel-Wehlen
Rebfläche: 200 Hektar
Rebsorten: Riesling, Weissburgunder, Spätburgunder
Lagen: Badstube, Doctor, Lay (alle Bernkastel), Juffer, Juffer-Sonnenuhr, Mandelgraben, Klostergarten, (alle Brauneberg), Prälat, Treppchen (alle Erden), Domprobst, Himmelreich (alle Graach), Hubertuslay, Rosenberg (alle Kinheim), Bockstein (Ockfen), Rausch (Saarburg), Schlossberg (Trarbach), Kräuterhaus, Würzgarten (alle Traben), Würzgarten (Ürzig), Klosterberg, Sonnenuhr (alle Wehlen), Himmelreich, Schlossberg, Sonnenuhr (alle Zeltingen)

Unter folgenden Link erfahren Sie mehr über das Weingut Markus Molitor.

Im Jahr 1984 übernahm Markus Molitor im Alter von 20 Jahren das väterliche Weingut mit einem klaren Ziel: In der Tradition von acht Generationen sollen unter dem Namen "Molitor" Mosel-Rieslinge entstehen, wie sie die Region vor 100 Jahren zu Weltruhm führten – lagentypisch, unverwechselbar und extrem lagerfähig. Die "Molitor-Weinberge" liegen von Brauneberg bis Traben-Trarbach und seit 2001 auch an der Saar. Durch die weitere regionale Verbreitung und die damit einhergehende Vielfalt der Schieferböden und Mikroklimata der Weinberge repräsentieren die "Molitor-Weine" sämtliche Spielarten des Moselweines. Die Rebfläche ist überwiegend mit Riesling bestockt – auf ausgesuchten Parzellen wachsen die herausragenden Weiß- und Spätburgunder. Mehrfache Selektion, reine Handarbeit, bewusste Begutachtung jeder einzelnen Traube – die Ernte als arbeitsintensivste Periode im Jahr ist ausschlaggebend für die Qualität dessen, was in der Flasche ist. Die Zeit ist ein entscheidender Faktor. Trotz des erhöhten Risikos wird erst sehr spät geerntet. So bleibt ausreichend Zeit für die physiologische Reife der Trauben – das wichtigste Kriterium um gesteigerte Extraktwerte bei animierende Säure die optimale Balance der Weine zu entwickeln.

 

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