Pfirmann

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Pfirmann

Über das Weingut:

Das Familienweingut Pfirmann ist typisch für die Region der Südpfalz. Doch hat es sich im Lauf der letzten Jahre deutlich weiterentwickelt. Es ist aus einem bäuerlichen Mischbetrieb entstanden, in dem Wein ein Teil des Ganzen war. Erst Otto Pfirmann hat in vierter Generation den Hof zu einem reinen Weingut umgebaut und mit dem eigenen Flaschenverkauf begonnen. Zusammen mit den sehr guten und gepflegten Weinbergslagen war das die Basis des heutigen Betriebs. Dass schließlich Ottos Sohn Jürgen den Weinbaubetrieb seiner Eltern übernehmen würde, war zwar nicht gottgegeben, wurde aber schnell klar, als Jürgen mit 16 Jahren seine Weinbaulehre begonnen hatte, um dann schon einige Jahre später an der Seite seines Vaters zu arbeiten. Mit 21 Jahren hat er das Familienweingut weitgehend übernommen. Den mittlerweile auf 15 Hektar angewachsenen Betrieb leitet er nun in fünfter Generation. Aus dem Beruf ist schnell eine große Leidenschaft entstanden. Dabei wird er aber nach wie vor fleißig von seiner Familie unterstützt. Jürgens Frau Sabine ist der Rückhalt und die Ansprechpartnerin für die Kunden. Sie erledigt das, was Jürgens Ding nicht ist: die Arbeit im Büro. Auch ist sie ebenfalls ausgebildete Winzerin, weshalb Sabine und Jürgen alle wesentlichen Entscheidungen gemeinsam treffen. Jürgens Bruder Stefan geht zwar tagsüber einem anderen Beruf nach, doch ist der Wein  mehr als ein Hobby und das Weingut seine zweite Heimat. Seine Meinung ist jederzeit gefragt, vor allem wenn es um Fragen des Marketings geht oder darum, den Menschen die Weine des Hauses näher zu bringen. Zudem sind Jürgens Eltern Ulrike und Otto weiterhin ein wichtiger Teil des Familien-Teams. Sie begleiten das Winzerehepaar weiterhin und stärken Sabine und Jürgen dabei immer den Rücken. Auch die Entscheidung, aus dem Weingut einen ökologischen Betrieb zu machen, haben sie mitgetragen, obwohl sie diesen Schritt selbst vielleicht nicht getan hätten. Im Zuge der letzt jährigen Erfolge konnte das Weingut weiter modernisiert und die Betriebsabläufe perfektioniert werden. So können die Trauben und der werdende Wein noch schonender ausgebaut werden.

Region:

Die Pfalz ist nach Rheinhessen das zweitgrößte Anbaugebiet Deutschlands. Diese teilt sich in den nördlichen Bereich „Mittelhaardt/Deutsche Weinstraße“ und in den südlichen Teil „Südliche Weinstraße“ auf. Das Weingut Knipser befindet sich im nördlichen Teil in Laumersheim. In der Pfalz kommen viele günstige Faktoren zusammen um Weiß- und Rotweine von Weltniveau zu erzeugen. Zum einen bietet der imposante Pfälzer Wald einen einzigartigen Regen-Schatten, der wiederum mit nur wenig Niederschlag die Reben zu Höchstleistungen anspornt. Zum anderen zählt die Pfalz mit fast 2000 Sonnenstunden jährlich zu den wärmsten Anbaugebieten Deutschlands. Hinzu kommt, dass die Rheinebene, durch die sie einschließenden Gebirge, weitgehend vor extremen Kaltlufteinbrüchen geschützt ist.

Lagen und Geologie:

Die Grundlage des Weingutes bilden die durchgegorenen, trockenen Weißweine von den vielfältigen Bodenformationen der südlichen Pfalz. Die Böden sind geprägt von Muschelkalk, Kalkgestein und Buntsandstein. So besitzt die Familie Parzellen im Ilbesheimer Kalmit, im Wollmesheimer Mütterle und im Leinsweiler Sonnenberg. Die Ilbesheimer Kalmit ist die Top-Lage und gehört zu den als Großes Gewächs deklarierten Lagen der Pfalz. Sie ist Teil einer Erhebung, die Kleine Kalmit genannt wird. Dieser Hügel ist im Tertiär während der Bildung des Oberrheingrabens entstanden und besteht aus Landschneckenkalk, Mergel, Löss und Lehm. Dort entstehen Weine von großer Mineralität und präziser Säure. Damit ist die Lage besonders gut geeignet für unsere besten Weißen Burgunder, Riesling und Spätburgunder. Das Wollmesheimer Mütterle geht direkt in die Ilbesheimer Kalmit über und doch unterscheiden sich die Bodenstrukturen. Die Dorflage verfügt über schwere Tonböden, die durchsetzt sind mit einem hohen Kalksteingehalt. Auch der Leinsweiler Sonnenberg ist eine als Großes Gewächs eingestufte Lage, die im Tertiär und Trias entstanden ist. Direkt unterhalb des Waldrandes in der hoch gelegenen Parzelle, dem so genannten Bergwingert, wächst einer der besten Rieslinge des Hauses.  Der Boden ist geprägt von Rotliegendem, Muschelkalk und Keuper, die sich auf engstem Raum abwechseln und diese Lage zu etwas Besonderem machen. Die Weine, die dort entstehen, sind fruchtig, saftig, komplex und sehr mineralisch.

Rebsorten:

Auf den etwa 15 Hektar des Weinguts werden die weißen Rebsorten Auxerrois, Chardonnay, Gelber Muskateller, Gewürztraminer, Grauburgunder, Rieslaner, Riesling, Sauvignon Blanc und Weissburgunder angepflanzt. Auf den weißen Rebsorten liegt auch der Schwerpunkt des Hauses. Zudem finden sich in den Weinbergen des Betriebs auch noch die roten Sorten Dornfelder, Spätburgunder und St. Laurent.

Im Weinberg:

Im Laufe des letzten Jahrzehnts ist der Familie immer bewusster geworden, dass der Umgang mit der Umwelt entscheidende Auswirkungen auf die Weinberge und natürlich auch auf die zukünftigen Lebensbedingungen hat. Deshalb hat sich Jürgen für den ökologischen Weinbau entschieden - das pflegen der Kulturlandschaft auf natürliche Weise. Seit dem Jahrgang 2020 ist der Betrieb offiziell ein ökologisches Weingut, das sich streng an die Bioland-Richtlinien hält. Damit hat sich der Familienbetrieb für ein Mehr an Arbeit in den Weinbergen und auch für ein Mehr an Risiko in klimatisch schwierigen Zeiten entschieden. Doch eines ist dabei völlig klar geworden, wie Winzer Jürgen erklärt: „Jeder Blick in unsere Weinberge, jeder Griff in die lebendigen Böden zeigt uns, wie positiv sie sich mit der biologischen Wirtschaftsweise verändert haben“. Es wird kein Unkraut mehr vernichtet, sondern der Bereich unterhalb der Rebstöcke mit Bewuchslenkung gesteuert. Durch Einsaaten von Kräutern blüht es in den Weinbergen, die so auf natürliche Weise viele Nützlinge anziehen. Das Einarbeiten der Saaten in den Boden sorgt für mehr Bodenleben. Aber das Wichtigste: Bio kann man nicht nur sehen und riechen, Bio kann man auch schmecken.

Im Keller:

Das größere Potential, das durch die aufwendige Weinbergsbearbeitung entsteht, drückt sich im Keller aus. Im Keller sieht man, was das ganze Jahr über im Weinberg gemacht wurde. Die reifen, gesunden und von Hand gelesenen Trauben werden leicht angequetscht, nicht entrappt und nach einigen Stunden Maischestandzeit (je nach Jahrgang) langsam gepresst und vergoren. Danach ist Ruhe und Geduld gefragt. Die Weine liegen auf der Feinhefe. So ensteht der Stil es Hauses: elegante, klare und sortentypische Weine, die die Weinbergslagen der Pfalz im Glas ausdrücken.

Steckbrief:

Inhaber: Jürgen Pfirmann
Kellermeister: Jürgen Pfirmann
Region: Pfalz
Ort: Landau
Rebfläche: 15 Hektar
Rebsorten: Auxerrois, Chardonnay, Gelber Muskateller, Gewürztraminer, Grauburgunder, Rieslaner, Riesling, Sauvignon Blanc, Weissburgunder, Dornfelder, Spätburgunder, St. Laurent
Lagen: Kalmit (Ilbesheim), Sonnenberg (Leinsweil), Mütterle (Wollmesheim)

Unter folgenden Link erfahren Sie mehr über das Weingut Pfirmann.

Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Weinbautechniker im Jahr 2001 hat Jürgen Pfirmann das Familienweingut in fünfter Generation übernommen. Er ist sowohl für die Weinbergsarbeit als auch den Ausbau der Weine im Keller verantwortlich. Der Keller wurde modernisiert, natürlicher Anbau, handverlesene Trauben bei niedrigen Erträgen und traditionelle Herstellung ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“ zeichnen heute die Weine aus. Auf den von Muschelkalk, Kalkgestein und Buntsandstein geprägten Böden werden hauptsächlich Riesling und weiße Burgundersorten angebaut. Jürgen Pfirmann versteht es vorzüglich, die unterschiedlichen Charaktere der Rebsorten herauszuarbeiten.

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