Rhône

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Etwa im Jahr 400 v. Chr. soll der griechische Stamm der Phoker die ersten Rebstöcke aus Kleinasien an den Fluss Rhône gebracht haben. Das Weinanbaugebiet der Rhône gilt somit als die älteste Weinregion Frankreichs. Die Römer kultivierten ebenso im Südosten Frankreichs ihre Weine wie später dann die Mönche für die katholische Kirche. Mit Napoleon kam die Enteignung der Kirche und viele Flächen wurden an kleine Bauern übergeben. Der Fluss bahnt sich dabei seine Bahn zwischen dem Zentralmassiv im Westen und den Ausläufern der Alpen im Osten. Das Weinanbaugebiet erstreckt sich auf zirka 200 km zwischen Vienne und Avignon und wird in unterteilt in die nördliche Rhône (mit den bekannten Appellationen Côtie-Rôtie, Condrieu, Saint-Joseph, Hermitage, Crozes-Hermitage, Cornas) und südliche Rhône (mit den bekannten Appellationen Châteauneuf-du-Pape, Gigondas, Vacqueyras, Tavel, Lirac). Das Rhône-Tal im Norden ist vergleichsweise eng und steil. Syrah ist die einzige zugelassene Rotweinsorte. Die meisten Weinberge liegen nah am Fluss und die Täler der Nebenflüsse bieten guten Schutz vor den kalten Mistralwinden aus dem Norden. Das Klima der nördlichen Rhône ist gemäßigt kontinental und die Temperaturen sind deutlich niedriger als an der südlichen Rhône. Dort wachsen die Reben in viel ebenerem Gelände als an der nördlichen Rhône. Auch das Klima ändert sich von kontinental zu mediterran, sodass die Winter milder und die Sommer heißer sind.

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