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Capçanes10 Artikel


Das kleine Dorf Capçanes, zwischen den Hügeln des Priorats im Landesinneren Tarragonas versteckt, besitzt eine große Weinbautradition und ist heute die Quelle vieler guter Weine. Die Wurzeln des Weinbaus in dieser Gegend befinden sich im 13. Jahrhundert. Um die Wende des 19. Jahrhundert kam allerdings der große Schock. Die Reblausplage breitete sich aus und verwüstete weite Teile Spaniens. Bis dahin waren die Täler Tarragonas sehr dicht bepflanzt, weshalb es die Region besonders schwer traf. Wie weit die Folgen allerdings reichen sollten, zeichnete sich erst später ab.

Die gezeichneten Landwirte und Weinbauern wurden von der spanischen Industrialisierung verführt, verließen ihr Land und es zog sie in die Städte. Vor der Plage wohnten etwa 2500 Personen in Capçanes, heutzutage sind es nur noch 400 Menschen. Nur etwa 20 Prozent der ursprünglichen Weinberge wurden nach der Reblausplage wieder aufbereitet und für den Weinbau nutzbar gemacht. Überwiegend pflanzten die übrig gebliebenen Winzer die Rebsorte Garnacha an. Einige dieser Weinberge, die sich nun langsam dem stolzen Alter von 100 Jahren annähern, existieren heute noch. Die Erträge sind zwar niedrig, jedoch sind die Qualitäten und die Aromatik einzigartig.

Um damals allerdings am Weinmarkt konkurrieren zu können, war ein Wandel erforderlich: Im Jahr 1933 schlossen sich deshalb fünf Familien aus dem Dorf zusammen und beschlossen eine Genossenschaft zu Gründen, denn die Weinberge waren klein und die einzelnen Bauern zu schwach, um der wachsenden Nachfrage der spanischen Weinindustrie begegnen zu können. So mussten Trauben wirtschaftlicher und effizienter verwaltet werden. Die Gründung der Celler de Capçanes führte zu einer Veränderung der Perspektiven für das kleine Dorf und ihren Weinbauern. Plötzlich konnten sie große Mengen zu wettbewerbsfähigen Preisen für Großverkäufe anbieten. Der erste Schritt war gemacht und in den nächsten 50 Jahren wurde ein bescheidenes, aber stabiles Geschäft aufgebaut. So wundert es nicht, dass langsam aber sicher immer mehr Familien der Kellerei beitraten.

Nach dem Tode Francos im Jahr 1975 und dem Ende der Militärdiktatur öffnete sich Spanien immer mehr Richtung Europas und wurde schließlich Mitglied der Europäischen Gemeinschaft bzw. anschließend der Europäischen Union. Neue Absatzmärkte entstanden und neue technische Innovationen modernisierten den Weinbau Spaniens. Nur der bescheidene Capçanes-Keller blieb altmodisch und fiel in einen Dornröschenschlaf. Als eigener Großweinhersteller hatte sich Capçanes den Ruf erworben einfach, billig und langweilig zu sein. In den Jahren 1985-1995 zwang der neue Markt den Celler de Capçanes die Weinproduktion in ihren veralteten Anlagen aufzugeben. Infolgedessen begann das Weingut ihre Trauben an die großen Weinbaubetriebe dieser Zeit zu verkaufen. So wurde man eine Traubenquelle für andere. Die niedrigste Stufe, die ein Weingut erreichen kann. Der traurigste Moment der Firmengeschichte.

Im Jahr 1995 kam der lange benötigte Impuls für den Wandel zustande: Die jüdische Gemeinde von Barcelona fragte bei Capçanes an, ob sie unter der sorgfältigsten Lo Mevushal-Methode koscheren Wein produzieren könnte. Der Erfolg dieses Weins, der als der beste koschere Wein der Welt und einer der besten Weine in Spanien angesehen wurde, küsste das Weingut endlich wieder wach. Weltweit wurden Importeure auf die Winzergenossenschaft aufmerksam. Schritt für Schritt wurde eine einzigartige Auswahl an individuellen Weinen der Oberklasse entwickelt. Capçanes wurde zum Pionier und wohl zum bekanntesten Botschafter der DO Montsant in der Welt. Seitdem gilt der Ort als einer der führenden Qualitätsproduzenten und Referenzen aus dem Montsant.

Hier erfahren Sie mehr über den Celler de Capçanes.



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