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Dönnhoff15 Artikel


Über das Weingut:

Das Weingut Dönnhoff ist in Oberhausen an der Nahe beheimatet und besitzt eine Rebfläche von etwa 28 Hektar. Seit 1991 ist das Weingut Dönnhoff Mitglied des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). Cornelius Dönnhoff hatte sicherlich keine leichte Aufgabe als er das elterliche Weingut von Vater Helmut übernahm. Immerhin haftet dem Gut bereits seit Jahrzehnten nichts anderes als das Prädikat Weltklasse an. Helmut kreiert seit 1971, als er das Weingut von seinen Eltern übernahm, nichts anderes als Weine von höchster Qualität mit weltweitem Renommee. Vor allem seine Rieslinge, egal ob restsüß, edelsüß oder trocken faszinierten die Weinkritiker weltweit. Eine große Fallhöhe für den Jungwinzer also, als er 2007 die Verantwortung für den Ausbau der Weine im Keller übernahm. Schnell fragten sich die Kritiker bereits, inwieweit Cornelius den allerhöchsten Maßstäben gerecht werde könne, wenn er das Weingut endgültig übernimmt. Ob er dem Vergleich mit seinem Vater gewachsen sei und ob es Unterschiede in der Stilistik geben würde. So übergab Helmut in den folgenden Jahren die Leitung des VDP-Weingutes peu à peu in die Hände seines Sohnes Cornelius. Es wurde ein fließender und ruhiger Übergang organisiert und niemand bemerkte, dass manche Jahrgänge bereits die Handschrift von Cornelius trugen. Dieses Geheimnis wurde erst gelüftet, als man über mehrere Jahrgänge hinweg feststellte, dass die Fachpresse so wie die Kunden weltweit die Qualität der Weine mit Begeisterung lobte. Allerdings sei auch zu erwähnen, dass Helmut Dönnhoff weiterhin mit großem Engagement im Betrieb mitarbeitet und seinen Sohn in jeglichen Fragen mit seiner Erfahrung von mehr als 40 Winzerjahren unterstützt.

Region:

Das Weinanbaugebiet Nahe ist erst seit 1971 ein eigenständiges Weinanbaugebiet und befindet sich in Rheinland-Pfalz. Bereits zur Zeit der Römer wurde an dieser Stelle Weinbau betrieben. Die Nahe ist etwa 125 km lang und ein linker Nebenfluss des Rheins. Das Nahetal ist im Norden durch den Hunsrück und den Taunus geschützt, im Südosten durch das Nordpfälzer Bergland. Es wird vor allem Weißwein angebaut. Der Riesling ist die am stärksten vertretene Rebsorte der Region, gefolgt von Müller-Thurgau, Dornfelder und Silvaner. Das Weinbaugebiet Nahe hat deutschlandweit die größte Bodenvielfalt und die engräumigsten Wechsel vorzuweisen. Mehr als 180 Bodenvarianten werden vermutet.

Lagen und Geologie:

Die Weingärten des Guts befinden sich in den renommierten Lagen Niederhäuser Hermannshöhle, Niederhäuser Klamm, Schloßböckelheimer Felsenberg, Oberhäuser Brücke, Oberhäuser Leistenberg, Norheimer Dellchen, Norheimer Kirschheck, Kreuznacher Kahlenberg, Kreuznacher Krötenpfuhl, Roxheimer Mühlberg und Roxheimer Höllenpfad. Zehn VDP.Große Lagen finden sich darunter. Auf Grund der großen Bodenvielfalt im Nahetal besitzt jede einzelne Lage eine individuelle Charakteristik. In Niederhausen finden sich Tonschiefer mit Kalksteinelementen. Schlossböckelheim zeichnet sich durch einen Untergrund aus Melaphyr und vulkanischer Porphyr aus. Oberhausen wird geprägt von kalkhaltigem Tonschiefer, welcher von Lößlehm überlagert wird. In Norheim präsentiert sich grauer Schiefer mit Sandsteinanteilen und Porphyr, in Bad Kreuznach kiesiger Lehm mit Löss und Quarzit oder in Roxheim roter Sandstein.

Rebsorten:

Zum größten Teil baut die Familie Riesling an. Dieser macht bei einer gesamten Rebfläche von etwa 28 Hektar etwa 80 Prozent aus. Die Rieslinge aus dem Hause Dönnhoff waren Helmuts Leidenschaft und wurden, egal ob trocken oder restsüß, von den Weinkritikern weltweit stets hoch eingeschätzt. Des Weiteren befinden sich noch Weissburgunder, Grauburgunder und Chardonnay im Sortiment.

Im Weinberg:

Basis für außergewöhnliche Weine sind außergewöhnliche Weinberge. Da das Weingut Rebstöcke in zehn VDP.Großen Lagen besitzt, ist diese Grundvoraussetzung schon einmal geschaffen. Zumindest was das Terroir betrifft. Allerdings müssen diese auch entsprechend gut gepflegt werden. Dabei setzt die Familie auf naturnahen Weinbau. Schweiß treibend werden in den zum Teil sehr steilen Lagen per Hand die Reben geschnitten und die Trauben geerntet. Nahe an den Pflanzen zu sein und diese in ihrer Entwicklung ständig zu beobachten. Um den hohen Stellenwert zu unterstreichen, ist das Gut zudem Mitglied des Verein für nachhaltigen Weinbau Fair´n Green. Die Rebstöcke des Guts besitzen zudem ein Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die Erträge werden auf 50 hl/ha reduziert. Alles wird dem Qualitätsstreben untergeordnet.

Im Keller:

Hermann jr. (1916-1991), Helmuts Vater, baute 1936 bereits das Kelterhaus und die ersten Kellerräume des Familienweinguts. Ziel der Kellerwirtschaft ist es, das Ergebnis des Rebbergs und der Reben unverfälscht in die Flasche zu bringen, berichtet Helmut Dönnhoff und führt weiter aus, dass eine Gärung, egal ob mit natürlicher oder mit Zuchthefe, möglichst zügig und reibungslos verlaufen muss. Dabei wird hohe Achtsamkeit und Akribie auf Sauberkeit gelegt. Hingegen wird beim Ausbau und der Vinifizierung der Weine auf jegliche dogmatische Handhabe verzichtet: ob Spontanvergärung, Holzfass oder Maischestandzeit, jegliche Technik hat ihre Berechtigung. Das wichtigste ist nur, dass diese zu den jeweiligen Erfordernissen des jeweiligen Weins und des jeweiligen Jahrgangs passt. Dadurch sollen die einzelnen Charaktereigenschaften herausgearbeitet und betont werden. Mit feinem Fingerspitzengefühl entstehen so sehr individuelle Weine voller Authentizität.

Steckbrief:

Inhaber: Cornelius Dönnhoff
Weinbau: Cornelius Dönnhoff
Kellermeister: Cornelius Dönnhoff
Region: Nahe
Ort: Pünderich
Rebfläche: 28 Hektar
Produktion: 180.000 Flaschen
Rebsorten: Riesling, Spätburgunder
Lagen: Brücke (Oberhausen), Leistenberg (Oberhausen), Hermannshöhle (Niederhausen), Klamm (Niederhausen), Kirschheck (Norheim), Dellchen (Norheim), Krötenpfuhl (Bad Kreuznach), Kahlenberg (Bad Kreuznach), Felsenberg (Schloßböckelheim), Im Mühlberg (Roxheim), Höllenpfad (Roxheim)
Mitglied im VDP seit: 1991

Hier erfahren Sie mehr über das Weingut Dönnhoff.


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