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Boscarelli14 Artikel


Über das Weingut:

Die Geschichte des Familienunternehmens Boscarelli begann im Jahr 1962. Der Traum des Gründers Egidio Corradi war einen edlen Wein herzustellen, der die Aromen und Geschmäcker seiner Heimat mit der von ihm geliebten Eleganz hervorhebt. Egidio wurde in einer alten Poliziana-Familie geboren und studierte Wirtschaft und Business. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens zwischen Genua und Mailand und arbeitete als internationaler Broker. Im Jahr 1962 veranlasste ihn die unendliche Leidenschaft für den Wein und die tiefe Kenntnis seines Herkunftsgebietes zwei kleine, halb verlassene Höfe in dieser wunderschönen Gegend der Toskana, in Cervognano di Montepulciano zu kaufen. Bis dahin waren die beiden Parzellen auf traditionelle Weise angelegt worden: d.h. verschiedene einjährige Kulturen und ein kleiner Teil, der mit Rebstöcken bestockt war. Die Vision des Gründers wurde von Egidios Tochter Paola Corradi und ihrem Ehemann Ippolito De Ferrari weiter getragen. In den weiteren 1960er Jahren wurden die beiden die Architekten der Geburt von Poderi Boscarelli. Mit starker Entschlossenheit und tiefem Engagement entwickelten sie das Weingut immer weiter. Paola und Ippolito pflanzten die ersten spezialisierten Weinberge mit einer Dichte von 3500 Rebstöcken pro Hektar. Zudem legten die beiden auch den Grundstein für das allererste Gutshaus, indem sie die alten Ställe renovierten und umbauten. Der ursprüngliche Geist des Unternehmens wird heute durch die dritte Generation bewahrt: von Luca und Nicolò De Ferrari, den Söhnen von Paola und Ippolito. Während sich Nicolò vorrangig um die Weinberge und den Keller kümmert, ist Luca im Wesentlichen für das operative Geschäft und die Interaktion zuständig. Nichtsdestotrotz beschäftigen sich beide täglich mit der Leidenschaft für die Produktion. Sie wählen die neuen Weinberge aus, pflanzen diese an, so dass auch weiterhin die Aromen und Eigenschaften des Terroirs Ausdruck in den Weinen findet. So wie Großvater Egidio es gewollt, gesucht und geliebt hat.

Region:

Die Toskana umfasst mehr als 60.000 Hektar Rebfläche und gilt neben dem Piemont als berühmtestes Weinanbaugebiet Italiens. Die Hauptrebsorte ist der Sangiovese. In den 60er Jahren fanden an der Küste des Mittelmeeres dann immer mehr französische Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc Einzug. Das Phänomen bzw. der Siegeszug der Supertoskaner begann. Das Anbaugebiet der Toskana teilt sich in elf DOCG-Gebiete und 41 DOC-Gebiete auf. Zudem gibt es sechs IGT-Weine in der Region. Der Vino Nobile di Montepulciano (seit 1980 DOCG) stammt aus der gleichnamigen Ortschaft im Süden der Toskana und zählt zu einem der drei großen Sangiovese-Weinen. Der Anteil der Sangiovese-Traube im Cuvée muss bei mindestens 70 Prozent liegen.

Lagen und Geologie:

Die Weinberge des Weinguts liegen ganz zentral im historischen Gebiet des Vino Nobile DOCG, in der Umgebung von Cervognano, im Nordosten von Montepulciano. Dort finden sich kalkhaltige Böden mit alluvialem Ursprung. Diese sind sandig und weisen je nach Lage einen guten Prozentsatz an Schluff und Lehm auf. Auf einer Höhe von etwa 300 Meter über NN ist das Mikroklima ideal für den Weinbau. Dort gibt es von Natur aus die richtige Luftzirkulation und genau die Temperaturen, die es benötigt, um hochwerte Weine zu vinifizieren.

Rebsorten:

Es gibt 14 Weinberge, die hauptsächlich mit Sangiovese bepflanzt sind, welcher etwa 80 Prozent im Weingut ausmacht. Neben dem Sangiovese, der in der Region auch bekannt ist als Prugnolo (auch Sangiovese Grosso) werden ebenfalls die autochthonen Rebsorten Canaiolo Colorino und Mammolo angebaut. Die wichtigsten einheimischen Sorten also, aber auch geringe Mengen von Merlot und Cabernet Sauvignon. Darüber hinaus wurden im Jahr 2006 zwei Hektar Merlot auf dem Land der Gemeinde Cortona gepflanzt. Dort wird ausschließlich Merlot produziert.

Im Weinberg:

Das Ziel von Boscarelli ist es, dass der Ausdruck des Bodens, des Terroir sich in den Weinen widerspiegelt. Ihre Arbeit im Weinberg ist von einem hohen Engagement und extremer Aufmerksamkeit geprägt. So beträgt die durchschnittliche Pflanzendichte nur 6500 Rebstöcke pro Hektar. Diese Reben werden intensiv gepflegt und bei der Ernte akribisch auf die Differenzierung der Trauben nach dem Alter der Pflanzen geachtet. Der optimale Reifezeitpunkt und Bodenzusammensetzung spielen ebenfalls eine große Rolle. Alle Rebsorten werden separat per Hand geerntet und mit kleinen Kisten in den Keller gebracht.

Im Keller:

Der Önologe Maurizio Castelli berät Nicolò De Ferrari bei allen Kellertechnischen verfahren. Für die Vinifizierung werden ausschließlich autochthone, wilde Hefen von den eigenen Weinbergen verwendet. Unter kontrollierten Temperaturen findet diese meist in Stahltanks oder in Holzbottichen statt. Der weitere Ausbau dann entweder in kleinen Eichenholzfässern oder in verglasten Zementtanks. Dort findet auch die malolaktische Gärung statt. Alle Rebsorten werden separat ausgebaut. Anschließend dürfen die Weine ruhen. Nach der Assemblage werden die fertigen Cuvées nur leicht filtriert, bevor sie abschließend abgefüllt werden. Die Weine der Familie bestechen durch Eleganz, Finesse und Charakter. Für ihre wichtigsten Gewächse hat die Familie eine poetische Formel parat: Der Nobile spricht, die Riserva ruft, der Nocio flüstert.

Steckbrief:

Inhaber: Paola, Luca und Nicolò De Ferrari
Weinbau: Nicolò De Ferrari
Kellermeister: Nicolò De Ferrari und Maurizio Castelli
Region: Toskana
Ort: Montepulciano (SI)
Rebfläche: 14 Hektar
Produktion: 100.000 Flaschen
Rebsorten: Sangiovese, Colorino, Canaiolo, Mammolo, Malvasia Nera, Merlot, Cabernet Sauvignon

Unter folgenden Link erfahren Sie mehr über die Poderi Boscarelli.



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