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Tempranillo18 Artikel


Die edelste Vorzeigetraube Spaniens, für viele Weinkenner die spanische Antwort auf die edlen französischen Trauben Cabernet Sauvignon und Pinot Noir. Nicht nur spanische Önologen glauben, der Verschnitt unterschiedlicher Sorten ergebe oft besonders charaktervolle Weine. Viele Konsumenten kennen dennoch die Rebsorte Tempranillo, weil sie hinter sehr vielen berühmten Rotweinen der iberischen Halbinsel steckt und fast ein Synonym für hochwertigen spanischen Roten wurde. Die genaue Herkunft der Tempranillo liegt weitgehend im Dunkeln. Sicher ist nur, dass sie nicht eng mit mitteleuropäischen Rebsorten verwandt ist. Die enorme Bedeutung dieser Rebe für das Image spanischer Weine haben die Winzer erst erkannt, als der Weinexport größere Bedeutung erlangte: Regionen, in denen Tempranillo angebaut wurde, hatten im Export Vorteile. Bei Verkostungen bestand die weitaus größere Zahl der hoch bewerteten spanischen Weine vorwiegend aus Tempranillo. Ein Erfolg nicht nur der Herkunft und des Terroir, sondern der Rebsorte schlechthin – Tempranillo wurde wichtigster Botschafter der spanischen Weinwirtschaft. Überall in Spanien vergrößerte sich die Anbauflächen und sie wurde die meistangebaute Sorte.
Tempranillo reift in Spanien früher als die meisten anderen Sorten und reagiert in Aromatik und Konzentration sehr stark auf äußere Umgebung. Die kleinbeerige Traube richtet sich, wenn notwendig, auf einen recht kurzen Vegetationszyklus ein, d.h. sie reift früh aus – spanisch: temprano. Ähnlich dem Riesling ist Tempranillo in der Lage, in kühleren Regionen auch bei relativ niedrigen Alkoholgehaltgehalten biologische und geschmackliche Reife zu erreichen. Sie ist eine Atlantische Traube, die kühlende Nächte braucht, um duftig-fruchtige Aromen zu entwickeln und die Säure zu erhalten. Sie ist terroirabhängig und läuft erst bei widrigen Temperaturbedingungen zur Höchstform auf. Sie kämpft und leidet ständig ums Überleben und bringt nur kleine Mengen Trauben hervor. Kühle für Säure und Eleganz, Wärme für Zucker und kräftige Beerenschale, damit Alkohol/Körper und Farbe, dazu die entsprechenden Böden, diese widersprüchlichen Anforderungen vereinen sich beinahe perfekt in der Rioja und dem Ribera del Duero, auch wenn beide sehr unterschiedlich sind. Tiefes Dunkelrot, aromatisch, üppige Aromen, moderate Säure, beachtliche Gerbstoffe, großzügige Textur, sehr präsente Frucht, eine ausgeprägte Harmonie sowie sehr gute Affinität zum Eichenbarrique und dem weich-würzigem Charakter. Tempranillo ist gegen Oxidation sehr widerstandsfähig, sodass er sehr viel länger im Holz altern kann als andere Sorten. Gute Reife und Haltbarkeit auch bei moderatem Alkohol ist typisch gerade für den Rioja-Typ des Tempranillo – und Rioja wird häufig noch so gemacht, gerade als Reserva und Gran Reserva. Jung und klassisch zeigt sich Tempranillo mit überströmender, geschmeidiger Frucht von Schwarzkirschen, Schattenmorellen, Maulbeeren, und Himbeeren, auf schwereren Böden können auch Lakritzaromen auftreten. In der Ribera del Duero entstehen oft wilde, fleischige bis saftige Aromen, die eher an Pflaumen, Blaubeeren und Brombeeren erinnern. Tempranillo aus Toro oder Cigales sind oft konzentrierte Kraftprotze mit warmen Aromen von reifen roten Früchten, manchmal als Kompott oder Konfitüre (Erdbeer- oder Zwetschgen), häufig ledrigen und floralen Aspekten (Rosen, Pfingstrosen). Die Weine der Sorte aus dem Süden sind oft unkompliziert und zugänglich im Duft von sehr reifen roten Früchten, Marmelade bis hin zu Datteln/Feigen, auch rauchige, ledrige und erdige Töne können auftreten.



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